Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB)

Hinter dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) aus Deutschland versteckt sich mehr oder minder ident die Kriteriendefinition für Büro- und Verwaltungsbauten der DGNB. Warum aber zwei gleiche Bewertungssysteme in Deutschland unter unterschiedlichem Namen? Offiziell heisst es dazu:

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), wissenschaftlich begleitet durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), hat in einer zweijährigen kooperativen Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) einen ersten Kriterienkatalog zur ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten für Gebäude entwickelt.

Und weiter: Während dieses Bewertungssystem gemeinsam mit dem neuen Leitfaden Nachhaltiges Bauen ab Mitte 2010 für Bundesbaumaßnahmen verbindlich eingeführt werden soll, war es gleichzeitig erforderlich, die freiwillige Nutzung dieses Bewertungssystems für weitere Marktakteure sowie die Anerkennung weiterer Bewertungssysteme durch das BMVBS zu regeln.

Grundsätzlich steht BNB für alle AnbieterInnen in Deutschland (und dem Ausland) kostenlos zur Verfügung, wenn diese bei der Anwendung diverse, vom BMVBS veröffentlichte Qualitätskriterien berücksichtigen.

Interessant ist aber auch folgende Feststellung: Für eine Anwendung über die nationalen Grenzen hinaus bzw. für eine Anwendung auf andere Gebäudetypen, sind die individuellen Randbedingungen für das jeweilige Land, die Klimazone bzw. den Gebäudetyp herzuleiten und im System anzupassen.

Es bleibt abzuwarten, welche Veränderungen diese neue Entwicklung in Deutschland für die Gebäudebewertung bringen werden. Schon jetzt ist aber zu begrüssen, dass das BMVBS am Informationsportal Nachhaltiges Bauen umfassende Informationen und Tools zum Thema als öffentlich zugängliches Angebot zur Verfügung stellt.

Zu diesem Informationsangebot gehört auch die vollständige Dokumentation des Bewertungssystems BNB, welches mit jenem der DGNB nahezu ident ist.

Die ÖGNB begrüsst diesen Schritt und wird prüfen, welche Formen der Kooperation mit dem BMVBS möglich und sinnvoll sind.

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